Ein Norweger-Kitten finden
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Wer eine Norwegische Waldkatze sucht, landet schnell bei Kleinanzeigen, Züchterlisten und Wartezeiten. Der Preis allein sagt wenig über die Qualität einer Zucht. Mehr verraten das Abgabealter, die Unterlagen und die Art, wie Züchterinnen und Züchter mit Fragen umgehen.
Das richtige Alter für den Umzug
Kitten lernen in den ersten Lebenswochen von der Mutter und den Geschwistern, wie man sich als Katze benimmt: spielen, ohne zu verletzen, Körpersprache lesen, das Katzenklo benutzen. Seriöse Zuchten geben Kitten deshalb in der Regel nicht vor der zwölften Lebenswoche ab. Bis dahin ist auch die Grundimmunisierung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen weitgehend abgeschlossen. Wer ein acht Wochen altes Kitten anbietet, spart Futter und Tierarztkosten auf Kosten des Tieres.
Papiere und was sie bedeuten
Ein Stammbaum belegt, dass Eltern und Großeltern registrierte Norwegische Waldkatzen sind. Ausgestellt wird er von einem Zuchtverband, etwa einem Mitgliedsverein der FIFe oder einem anderen Dachverband. Fehlt der Stammbaum, kann niemand sagen, ob das Kitten tatsächlich ein Norweger ist, auch wenn es so aussieht. Langhaarige Hauskatzen mit Halskrause gibt es viele.
Zu den Papieren gehören außerdem der EU-Heimtierausweis mit den Impfungen, ein Kaufvertrag und, je nach Zucht, Nachweise über Gesundheitstests der Elterntiere. Lassen Sie sich die Unterlagen vor dem Kauf zeigen und nicht erst bei der Abholung.
Fragen, die Sie stellen sollten
- Sind die Eltern auf GSD IV getestet? Für die Glykogenspeicherkrankheit Typ IV gibt es einen Gentest. Ein Elterntier darf Träger sein, solange es nicht mit einem anderen Träger verpaart wird.
- Welche Blutgruppe haben die Eltern? Bei einer Mutter mit Blutgruppe B und einem Vater mit A besteht Gefahr für die Kitten. Warum, erklärt der Beitrag zum Blutgruppensystem.
- Gibt es Herzultraschall-Befunde? Viele Zuchten lassen ihre Tiere regelmäßig auf HCM untersuchen.
- Kann ich die Mutter sehen? Die Mutterkatze sollte vor Ort sein. Wie sie sich verhält, sagt viel über die Aufzucht.
- Wie leben die Katzen? Kitten, die im Wohnbereich aufwachsen, kennen Alltagsgeräusche, Besuch und Staubsauger.

Warnzeichen
Vorsicht ist angebracht, wenn mehrere Rassen gleichzeitig angeboten werden, wenn ständig Kitten verfügbar sind oder wenn eine Übergabe auf dem Parkplatz vorgeschlagen wird. Auch ein auffällig niedriger Preis ohne Papiere ist kein Schnäppchen, sondern meist ein Zeichen dafür, dass an Impfungen, Tests und Tierarzt gespart wurde. Gute Zuchten stellen umgekehrt auch Fragen: wie Sie wohnen, ob es Freigang gibt, ob schon eine Katze im Haushalt lebt.
Eine oder zwei?
Norweger sind gesellige Tiere. In reiner Wohnungshaltung raten viele Zuchten dazu, zwei Kitten zusammen aufzunehmen oder ein Kitten zu einer vorhandenen, verträglichen Katze zu holen.
Nach dem Einzug
In den ersten Tagen hilft ein ruhiger Raum mit Klo, Wasser, Futter und einer Höhle. Behalten Sie das gewohnte Futter erst einmal bei und stellen Sie langsam um. Bevor die Katze auf Entdeckungstour durch Haus und Garten geht, lohnt ein Blick auf die Zimmerpflanzen: Einige beliebte Arten sind für Katzen gefährlich, allen voran Lilien. Die Giftpflanzenliste hilft beim Aussortieren.